Gartner: 80% der Softwareentwickler  müssen sich bis 2027 für generative KI weiterbilden

Laut einer aktuellen Studie des renommierten Marktforschungsunternehmens Gartner wird die rasante Entwicklung der generativen künstlichen Intelligenz (GenAI) die Arbeitswelt der Softwareentwicklung grundlegend verändern. Bis 2027 werden voraussichtlich 80% der Ingenieure ihre Fähigkeiten erweitern müssen, um mit den neuen Anforderungen Schritt zu halten.

Philip Walsh, leitender Analyst bei Gartner, betont: „Während KI die zukünftige Rolle von Softwareingenieuren transformieren wird, bleiben menschliche Expertise und Kreativität weiterhin unverzichtbar für die Entwicklung komplexer, innovativer Software.“

Die Studie prognostiziert drei Phasen der KI-Integration:

  • Kurzfristig wird KI innerhalb definierter Grenzen moderate Produktivitätssteigerungen ermöglichen, insbesondere für erfahrene Entwickler in Unternehmen mit etablierten Prozessen.
  •   Mittelfristig werden KI-Agenten die Arbeitsabläufe revolutionieren. Entwickler werden sich auf die Steuerung dieser Agenten konzentrieren, wobei Fähigkeiten wie Prompt Engineering und Retrieval-Augmented Generation (RAG) an Bedeutung gewinnen.
  • Langfristig wird der Bedarf an spezialisierten KI-Ingenieuren steigen, die Kompetenzen in Softwareentwicklung, Data Science und maschinellem Lernen vereinen.

 Eine Gartner-Umfrage unter 300 Organisationen in den USA und Großbritannien ergab, dass 56% der Softwareentwicklungsleiter KI/ML-Ingenieure als die gefragteste Rolle für 2024 einschätzen. Um diese Nachfrage zu decken, empfiehlt Gartner Unternehmen, in KI-Entwicklungsplattformen zu investieren und ihre Teams in den Bereichen Data Engineering und Platform Engineering weiterzubilden.

Trotz der zunehmenden Bedeutung von KI betont Gartner, dass menschliche Fähigkeiten weiterhin unerlässlich bleiben werden. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die richtige Balance zwischen KI-Unterstützung und menschlicher Expertise zu finden.

Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit für Ingenieure und Unternehmen, sich kontinuierlich weiterzubilden und anzupassen. Die Integration von generativer KI in den Softwareentwicklungsprozess verspricht nicht nur Effizienzsteigerungen, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für Innovation und Kreativität in der Branche.

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